Bus in Afghanistan

© Susan Zerwinsky 2003
Unterwegs in Afghanistan (2002 - 2007)

Forschung

Dissertationsprojekt: Afghanistanbilder

Mein Forschungsgegenstand stellt die Komplexität des Phänomens Afghanistan dar und zeichnet die Genese und Rezeption der literarischen, künstlerischen und mediengeschichtlichen Auseinandersetzung mit den poetisierten afghanischen Lebenswelten und -räumen nach.

Im Zentrum meiner Betrachtungen stehen dabei literarische Texte längst vergessener oder marginalisierter deutschsprachiger Autorinnen und Autoren über Afghanistan.

Ausgehend von der aktuellen politischen Entwicklung in Afghanistan und den der deutschsprachigen öffentlichkeit durch die Medien präsentierten Afghanistanbilder gehe ich der Frage nach, wie sich unsere Afghanistanbilder historisch entwickelt haben und wie aus dem einstigen Sehnsuchtsort Afghanistan allmählich der Schreckensort Absurdistan wurde. Dabei frage ich nach den afghanischen Identitäten und kulturellen Räumen, die im Schreiben über den Vielvölkerstaat Afghanistan von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren konstruiert wurden, deren Rezeption, Einordnung in den Kanon, Bestand und Kritik.

Darüber hinaus untersuche ich, warum es innerhalb der deutschsprachigen Literaturwissenschaft bislang keine nennenswerte Auseinandersetzung mit den literarischen und medialen Lebenswelten Afghanistans gab, bzw. warum es sie nicht oder nur am Rande gibt und wie sich diese Randstellung deutscher Afghanistanbilder in der aktuellen literaturwissenschaftlichen Diskussion erklären lässt.

Im Ergebnis meiner Analyse untersuche ich, warum und wie afghanische Wirklichkeiten in deutschsprachigen literarischen Texten, ausgewählten Beispielen der Presse- und Medienberichterstattung, durch Fotografie, Film und Malerei konstruiert wurden (und werden) und über welche Formen der Repräsentation und Symbolik diese Bilder begriffen und interpretiert werden können.

Zu meiner Materialsammlung.